Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL – Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media, Note: 2,0, Universitt Hohenheim (Lehrstuhl fr Volkswirtschaftslehre, insbes. Umweltkonomie sowie Ordnungs-, Struktur- und Verbraucherpolitik), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Verhalten der Verbraucher hngt von weit mehr als der Vernunft und einer transparenten Informationslage ab. So unterliegen die Verbraucher kognitiven Beschrnkungen, laufen der Masse hinterher, sind stark beeinflussbar, lassen sich hufig von ihren Emotionen leiten, bereuen ihre Entscheidungen nachtrglich und begehen dieselben Fehler erneut. Belegt wird dies unter anderem durch Erkenntnisse der Verhaltenskonomik, durch die das Bild des Homo oeconomicus stark ins Wanken gert. Mittlerweile hat auch die deutsche Verbraucherpolitik von den Befunden der Verhaltenskonomik Kenntnis genommen. Sie steht bislang unter Kritik, da nicht klar ist, welches verbraucherpolitische Leitbild sie verfolgt. So wird der “mndige” Verbraucher, von dem hufig die Rede ist, je nach Lage unterschiedlich interpretiert. Eine Ursache fr dieses Problem kann in der mangelnden wissenschaftlichen Basis der Verbraucherpolitik gesehen werden. Dabei verlangt die ansteigende Komplexitt der Wirtschaftswelt eine wissenschaftliche Fundierung verbraucherpolitischer Instrumente. Verschiedene Bereiche der Wissenschaft und Politik sehen in der Verhaltenskonomik die Chance, einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung dieses Mangels leisten zu knnen. Die Verhaltenskonomik soll dabei helfen, zu verstehen, wie Verbraucher Informationen tatschlich verarbeiten, wovon sie sich beeinflussen und verfhren lassen und wie die Entscheidungsfindungsprozesse hinter ihrem Verhalten zustande kommen. Nur wenn das alles verstanden wird, kann die Verbraucherpolitik angemessen gestaltet werden, damit sie den Verbrauchern einen Nutzen stiftet. Die vorliegende Arbeit widmet sich den verhaltenskonomischen Anstzen in der Verbraucherpolitik, inwieweit diese bereits angewandt werden und welche Potenziale in ihnen stecken. In den folgenden Abschnitten wird zunchst auf die Neoklassik eingegangen. Darauf aufbauend werden die Unterschiede zur Verhaltenskonomik dargestellt. Dies erfolgt unter der Zuhilfenahme der Erkenntnisse aus der Verhaltenskonomik. Im Anschluss an den von der Verhaltenskonomik favorisierten Politikstil werden die Anstze und Potenziale dieser jungen Wissenschaft in der Verbraucherpolitik erlutert. Danach wird eine kritische Auseinandersetzung mit den verhaltenskonomischen Anstzen in der Verbraucherpolitik durchgefhrt. Im Schlussteil werden die wichtigsten Fakten zusammengetragen und die aktuelle Lage in Deutschland zu diesem Thema dargelegt. Ein kurzer Ausblick schliet die Arbeit ab.




