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Inhaltsangabe:Problemstellung: Menschen mit HIV und AIDS knnen trotz ihrer krankheitsbedingten Einschrnkungen das Gefhl von Autonomie, Selbstbestimmung und Gesundheit erleben und ihre Defizite kompensieren, obwohl sie durch eine gestrte soziale Integration – Tod des Partner, sozialen Abstieg, Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch die Krankheit selbst – schwer mitgenommen sind. AIDS hat sich zu einem globalen gesellschaftlichen Problem ungeahnten Ausmaes entwickelt, unabhngig von Alter, sozialer Schicht und sexueller Orientierung. Es ist eine Infektionskrankheit, die medizinisch nicht beherrschbar war, bis heute nicht ist und die die Gesellschaft und das Gesundheitswesen vllig unvorbereitet getroffen hat z. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten, wie z.B. Krebs, erfordert AIDS eine intensive Auseinandersetzung mit vielen tabubeladenen Themen wie Krankheit und Tod, verschiedenen Formen der Sexualitt, Minderheiten und Diskriminierung. Die Solidaritt gegenber Kranken und Hilfsbedrftigen ist zwar bei Staat, Gesellschaft und Kirche allgemein anerkannt, doch die Praxis dieser allgemeinen Anerkennung sieht ganz anders aus. Die Angst davor, aufgrund der Krankheit den Arbeitsplatz oder die Berufszulassung zu verlieren oder keine Anstellung nach der Ausbildung zu finden, beeintrchtigt die wirtschaftliche und soziale Situation der meisten Betroffenen. Aids-Kranke knnen ab einem gewissen Krankheitsbild nur noch teilzeitbeschftigt werden oder mssen gezwungenermaen frhzeitig pensioniert werden. Jedoch stehen die meisten Betroffenen (20 – 39 Jahre) am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn; somit sind die Chancen auf einen Anspruch der gesetzlichen Rentenversicherung minimal. Eine immense psychische Belastung kommt hinzu, da ab 1987 fr den Abschlu einer Lebensversicherung bei den meisten Versicherungen der Nachweis eines negativen HIV-Test-Ergebnisses Pflicht ist. Somit entfallen fr die Betroffenen und Hinterbliebenen sowohl die Ansprche auf eine Lebensversicherung als auch auf ausreichende Rente. Beide Parteien sind unmittelbar von finanziellen Existenzngsten betroffen. Soziale Arbeit gilt in Deutschland – leider sehen das auch noch viele soziale Organisationen ebenso – immer noch als stille Barmherzigkeit, mit der man nicht an die ffentlichkeit geht. Aber nur, wer an die ffentlichkeit geht, lst Diskussionen aus und macht auf sich und seine Arbeit – die auch finanziert werden will – aufmerksam. Das scheint in Zeiten, wo sich der Staat […]




