Description
Inhaltsangabe:Einleitung: Anlsslich der Internationalen Automobilausstellung 2003 in Frankfurt am Main erschien in bedeutenden deutschen Tageszeitungen und Publikumszeitschriften eine Sonderbeilage des Automobilherstellers Volkswagen mit dem Titel Aus Liebe zum Automobil. Auf insgesamt 20 Farbseiten erhielt der Betrachter nicht etwa einen berblick ber die aktuellen Modellreihen des Hauses mit expliziten Angaben ber Ausstattungsvarianten, technische Details und Preise. Auch Versprechungen ber Zuverlssigkeit, Fahreigenschaften und Raumangebot suchte man vergebens. Statt dessen konnte man auf den Doppelseiten im Inneren der Beilage kunstvolle, sthetische Landschaftsaufnahmen und Alltagsszenen betrachten, auf denen die Modelle des Autobauers teilweise lediglich Dekoration im Hintergrund zu sein schienen. Jedem Bild war ein Gedicht oder eine Verszeile zugeordnet. Lediglich am unteren oder oberen Bildrand wurde jeweils in einem kurzen Text der Name des Fahrzeugs und die emotionalen Beweggrnde fr dessen Konstruktion genannt (siehe auszugsweise Abbildung 1 und 2 im Anhang). Sinn dieser Kampagne war laut Auskunft des Herstellers Volkswagen als sympathische, emotionale Marke darzustellen. Ob dieses Ziel erreicht wurde, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Eine offensichtlichere Erkenntnis, die sich den Lesern wohl sofort beim Betrachten dieser Werbung aufgedrngt hat, drfte dagegen gewesen sein, dass der deutsche Automobilbauer sehr viel Geld fr diese Anzeige ausgegeben hat. In der Tat hat Volkswagen diese Werbekampagne geschtzte 7 Millionen Euro gekostet. Eine Reihe von konomen behaupten nun, dass gerade diese Einsicht die ntzliche Information ist, die aus ansonsten vllig uninformativer Werbung, wie dieser, zu ziehen ist. Die implizite Aussage wir verschwenden Unmengen an Geld fr diese Werbung soll rationalen Individuen Rckschlsse auf die Qualitt der beworbenen Produkte ermglichen. Diese Theorien darzustellen und kritisch zu beleuchten wird Aufgabe dieser Diplomarbeit sein. Zunchst jedoch ein wenig Semantik. Der Begriff Werbung stammt vom althochdeutschen Verb hwerban ab, das in etwa sich drehen, sich umtun oder sich bemhen bedeutet. Das Wort wird jedoch erst seit dem 20. Jahrhundert im Sinne von Kunden werben verwendet. Zuvor verstand man darunter meist um eine Frau werben oder auch zum Militrdienst werben. Die Betriebswirtschaftslehre sieht Werbung im Rahmen des Marketing als ein Instrument der […]




