Description
An den Grenzen in Europa ist ein paradoxer Sachverhalt zu beobachten: Einerseits gewinnt die Grenzberschreitung von Menschen und Waren zunehmend an Bedeutung, andererseits entwickeln sich parallel dazu neue Grenzziehungen. Im Vordergrund des Sammelbandes steht daher die Frage, wie sich die Funktion und Wahrnehmung der nationalen Grenze in Europa politisch, konomisch und sozial verndert hat. In den Beitrgen wird die These vertreten, dass die EU-Grenzpolitik sich zwar erheblich verndert hat, diese Vernderung jedoch nicht zu einem Wegfall, sondern zu einer Verschiebung von Grenzziehungen fhrt: Die alten politischen Grenzen bestehen durch neue Grenzziehungen weiter oder werden durch solche ersetzt, die politisch und sozial auf den alten aufbauen. Die Herausgeber: Christian Banse, geboren 1967, Studium in Gttingen; Lehrttigkeiten in Gttingen und Mainz; zur Zeit Graduiertenkolleg Die Zukunft des Europischen Sozialmodells; Arbeitsschwerpunkte: Politische Soziologie, Kulturtheorie, Grenzforschung. Holk Stobbe, geboren 1970, Studium in Gttingen, Santiago de Chile und San Diego; Lehrttigkeit in Gttingen; Arbeitsschwerpunkte: Migrationspolitik, Antirassismus, Qualitative Sozialforschung.




