Description
Inhaltsangabe:Problemstellung: Bricolage ist eine Kulturttigkeit, der die Menschen schon seit Urzeiten nachgehen. Gebastelt wird auf vielfltige Weise und in vielfltigen Kontexten. Wenn in den Kulturwissenschaften dem Phnomen der Bricolage nachgegangen wird, so wird also von einem sehr weit reichenden Begriff der Bastelei ausgegangen. Bricolage bedeutet aber nicht nur Bastelei sondern auch Heimwerkerarbeit. Stellt sich die Frage, welche Gemeinsamkeiten das Heimwerken und das Basteln haben und was sie unterscheidet. Um diese Frage zu beantworten, betrachte ich zum einen, was Kulturwissenschaftler zum Phnomen der Bricolage sagen, und untersuche zum anderen, was Heimwerker ber ihre Ttigkeit denken und wie sie agieren, wenn sie heimwerken. Dazu bediene ich mich der Methodik der lebensweltlichen Ethnographie. Das methodische Ideal der ethnographischen Datenerhebung ist dabei die Kombination mglichst vielfltiger Verfahren. Die grundlegenden Techniken bestehen darin, das Geschehen zu beobachten, Dokumente zu beschaffen und zur Kenntnis zu nehmen, sowie mit den Leuten zu reden. Und genau das habe ich getan ich war bei den Heimwerkern in ihren Werksttten, habe die einschlgigen Magazine gelesen und habe mit den Heimwerkern Gesprche gefhrt. Mit dieser Arbeit verfolge ich das Ziel, Heimwerker und ihre Gedanken zu verstehen, um sie dem Marketing auf eine neuartige Weise zugnglich zu machen. So beschreiben Marketingfachleute die Zielgruppe der Heimwerker in der Regel mittels quantitativer Methoden. Fraglich ist aber, ob das Durchschnittsalter oder das Durchschnittseinkommen relevante Gren sind, um Produkte anbieten zu knnen, die der Kunde wirklich braucht. Stattdessen soll den befragten Heimwerkern die Mglichkeit gegeben werden, sich selber darzustellen und die eigenen Relevanzsysteme offen zu legen. Die dabei zutage tretenden Muster in Denk- und Handlungsweisen gilt es zu Strategien zu verdichten, um dann Typen von Heimwerkern zu identifizieren. Diese Typisierung kann dazu dienen, den Markt fr Heimwerkerbedarf neu zu segmentieren. Gang der Untersuchung: Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil betrachte ich, wie Kulturwissenschaftler das Phnomen der Bricolage beschreiben. Leitfragen sind hierbei: Was macht einen Bricoleur aus? und In welchen Lebensbereichen wird gebastelt?. Der zweite Teil meiner Arbeit verengt den Fokus auf den Heimwerker. Zunchst definiere ich, was einen Heimwerker ausmacht, […]




