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Was war die Hanse? Ein Stdtebund? Diese Untersuchungen betrachten die Stdtehanse unter einem neuen Aspekt und kommen zu einer anderen Antwort auf diese seit hundert Jahren strittige Frage. Im Mittelpunkt stehen die Ratsherren, die als Delegierte Stdte auf dem Hansetag vertraten und die hansische Politik bestimmten. Es zeigt sich, dass diese Herren nicht an erster Stelle auf die Interessen einer Stadt verpflichtet waren. Sie waren verwandtschaftlich und geschftlich mit fhrenden Kaufleuten und Ratsherren in anderen Stdten verbunden. Auf Hansetagen trafen sie enge Geschftspartner und Verwandte wie Cousins, Schwger, Onkel oder sogar Brder, die als Delegierte anderer Stdte auftraten. Die (handelspolitischen) Interessen dieser stdtebergreifenden Netze vertraten die Delegierten auf den Versammlungen. Auf Hansetagen wurden die unterschiedlichen Netze immer wieder zum Netzwerk Hanse verbunden. Dietrich W. Poeck hat Untersuchungen zur mittelalterlichen Memoria, Bcher zum cluniazensischen Mnchtum, zu Ritualen der Ratswahl sowie Editionen von Stadtbchern vorgelegt.

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