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Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Mobile Service Provider in Deutschland unterschtzen die Tatsache, dass viele Kunden lieber billiger telefonieren und einfache Dienste bevorzugen. Indem sie die Bedrfnisse ihrer Kunden falsch einschtzen, verschenken die Anbieter potentielles Wachstum und verlieren deutlich an Kundenzufriedenheit, bzw. Loyalitt. Die Service Provider sind zu sehr darauf bedacht, ihren Wettbewerbern ber Funktionen wie MMS oder andere multimedialen Datendienste, Marktanteile zu nehmen und vernachlssigen dabei den Wunsch der Kunden nach einfachen und gnstigen Verbindungspreisen. In Skandinavien ist der Anbieter Comviq mit seiner Simplicity-Strategie aus gnstigen Preisen und geringen Kosten erfolgreich. Der Service-Provider setzt auf leicht verstndliche Tarife und hat damit die Preisfhrerschaft in Schweden bernommen. Geringe Preise und einfache Tarifstrukturen bentigen keinen groen Aufwand an Informationsbeschaffung und weitergabe. Dies hat zur Folge, dass die Bewusstseingruppen Interessierte und besonders User erreicht und zufrieden gestellt werden. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent (eigene Angaben) liegt Comviq inzwischen nur knapp hinter Telia, dem ehemaligen Monopolisten in Schweden. Kosten spart Comviq, indem sie die Services ber den Einzelhandel vertreiben, anstatt eigene Filialen zu betreiben. Auerdem hat Comvic nur wenig finanzielle Mittel in die Aufrstung seiner Infrastruktur mit Datendiensten gesteckt, mit der Folge, dass Comvic-Kunden nur eine kleine Auswahl datenintensiver mobiler Dienste wie MMS oder Unified Messaging haben, diese aber auch nicht vermissen. Dies erscheint nicht verwunderlich, wenn man die deskriptiven Ergebnisse (s.S. 76 ff.) meiner Studie miteinbezieht, da ja nur 12% der Probanden 1-10 MMS, und 88% gar keine MMS im letzten Monat verschickt haben. Setzt man dies dem Verbrauch der Kunden an SMS zum Vergleich, so schreiben 96% eine oder mehrere SMS im Monat, und 66% schreiben sogar 11 und mehr SMS pro Monat. Das Multimedialitt vom Groteil der Kunden (noch) nicht mobil bentigt, bzw. genutzt wird, zeigen auch die Zahlen fr Video-Telefonie und die bertragungsraten: 69% wollen ihren Gegenber beim Telefonieren nicht sehen, nur 12% sind daran interessiert, 19% sind unentschlossen. Bei der bertragungsleistung bevorzugen Kunden noch immer GPRS mit 35% gegenber UMTS mit 23%, da eine hhere bertragungsleistung den hheren Preis nicht adquat im Nutzen-Stiften ersetzen kann. Im Status Quo […]




