Description
Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich BWL – Beschaffung, Produktion, Logistik, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universitt Erlangen-Nrnberg (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultt), Sprache: Deutsch, Abstract: Zwei bedeutende Megatrends dieses Jahrzehnts sollen als Ausgangspunkt fr diese Arbeit herangezogen werden. Ersterer beschreibt in Folge des stetigen Wandels globaler Klimaver-hltnisse sowie der damit einhergehenden Umweltbeeintrchtigung ein wachsendes kologisches Bewusstsein in der Gesellschaft. Einen zweiten Megatrend stellt die zuneh-mende Etablierung globaler Wertschpfungsnetzwerke durch arbeitsteilige Herstellung von Konsumgtern dar. Beide Entwicklungen hatten fr zahlreiche Unternehmen in den letzten Jahren tiefgreifende Vernderungen zur Folge. Das zunehmende Umweltbewusstsein vieler Verbraucher veranlasst Unternehmen ihre bisherigen Markt- und Umweltstrategien zu berdenken sowie nach Lsungen auf vernderte Kundenanforderungen zu suchen. Darberhinaus bilden nationale wie internationale Umweltschutzgesetze eine rechtliche Grundlage fr einen industriellen Wertewandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und effizienterem Ressourceneinsatz. Eine frhzeitige, kologieorientierte Ausrichtung der Unternehmensstra-tegie ermglicht ein proaktives, antizipatives Marktverhalten, wodurch sich Wettbewerbsvor-teile generieren lassen. Global stark vernetzte Wertschpfungsketten stellen vor diesem Hintergrund fr Unterneh-men neue logistische Herausforderungen dar. Das fr die Koordination dieser Netzwerke verantwortliche Supply Chain Management (SCM) sieht sich immer strker mit kologischen Anforderungen konfrontiert. Laut einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Accenture wrden 70% der Deutschen beim Lebensmitteleinkauf die bei Herstellung, Logistik und Verpackung entstandenen CO2-Emissionen als wichtiges Kaufkriterium heranziehen. Einige Branchen, wie die Automobil- oder Bekleidungsindustrie, haben dieses Verbraucherinteresse ansatzweise erkannt und versuchen, ausgehend vom Original Equipment Manufacturer (OEM) unternehmensbergreifende umweltgerechtere Logistikkon-zepte zu realisieren. Hufig entstehen jedoch keine ganzheitlichen Lsungsanstze, sondern einzelbetriebliche Insellsungen, die Kosteneinspar- und Synergiepotentiale durch mangel-hafte Kooperation ungenutzt lassen. Auch seitens der Wissenschaft konnte bislang kein praxistaugliches Instrument zur konsequenten Implementierung kologischer Fragestellungen in das SCM geschaffen werden. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher mgliche Anstze und Manahmen zur Integration des betrieblichen Umweltschutzes in ein Supply Chain (SC)-Konzept dargestellt und diskutiert werden.




